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50 Jahre DPG – 32. Jahreskongress der Deutsch-Polnischen und Polnisch-Deutschen Gesellschaften

Nachbarschaft in der Mitte Europas – Neue Horizonte

Simona Koß, die Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bundesverband e. V. schildert in ihrem Bericht:

„Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Bremen feierte ihr 50-jähriges Bestehen – ein halbes Jahrhundert engagierter Arbeit für Verständigung, Partnerschaft und Austausch zwischen Deutschland und Polen. Diese doppelte Bedeutung – Kongress und Jubiläum – verlieh dem Treffen eine außergewöhnliche Atmosphäre. Man spürte, wie viel Herzblut, Geschichte und Zukunftsorientierung in dieser lebendigen Partnerschaft stecken. Die DPG Bremen hat in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich dazu beigetragen, die Freundschaft zwischen Bremen und Danzig sowie zwischen Deutschland und Polen mit Leben zu füllen. Ihr Engagement wurde nicht nur gefeiert, sondern auch sichtbar gewürdigt. Noch einmal herzlichen Glückwunsch an die Bremer Gesellschaft!“

„Der Bundeskongress war geprägt von intensiven Gesprächen, wertvollen Begegnungen und dem aufrichtigen Willen, auch in schwierigen Zeiten miteinander im Gespräch zu bleiben. Gerade angesichts der Herausforderungen, denen Europa derzeit begegnet – polarisierte Debatten, gesellschaftliche Spannungen, geopolitische Unsicherheiten – wird immer deutlicher, wie wichtig Organisationen wie die Deutsch-Polnischen Gesellschaften sind. Sie schaffen Räume, in denen Vertrauen wächst, in denen zugehört und nachgedacht wird, in denen Menschen jenseits politischer Schlagzeilen miteinander ins Gespräch kommen.“

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende der DPG Bremen Katarzyna Weichert, den stellv. Vorsitzenden der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bundesverband e. V. Peter Kokocinski, und Adam Jarosz, stellv. Vorsitzender des Landesverbandes der Polnisch-Deutschen Gesellschaften diskutierten im ersten Panel Antje Grotheer, Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft, Agnieszka Owczarczak, Vorsitzende Stadtrat Gdańsk, Dr. Aleksandra Burdziej, Vorsitzende Landesverband der Polnisch-Deutschen Gesellschaften und Simona Koß, Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bundesverband e.V. über Herausforderungen und anstehenden Aufgaben für die Zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit in Zeiten des wachsenden Populismus.

In die aktuellen politischen Zusammenhänge, Notwendigkeiten und Möglichkeiten gaben Jan Tombiński, Geschäftsträger ad interim der Republik Polen in Deutschland,
Knut Abraham, Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-polnische Zusammenarbeit, Prof. Dr. Stefan Garsztecki, Politologe und Historiker, TU Chemnitz
und Roland Freudenstein, Politologe und Experte für europäische Politik im 2. Panel: Gemeinsame Horizonte – Deutsch-polnische Zusammenarbeit in unsicheren Zeiten
umfassende Einblicke.

Konkrete Möglichkeiten, aber auch Forderungen der jungen Generation wurden im 3. Panel: Deutsch-Polnische Projekte im Wandel – Engagement und Demokratie stärken
mit Dr. Matthias Kneip, Buchautor und Publizist, Anna Graczyk, Deutsch-Polnisches Jugendwerk, Potsdam und jungen Engagierten aus Polen und Deutschland engagiert diskutiert.

Im Rahmen des in den Jahreskongress integrierten deutsch-polnischen Jugendtreffs (World Cafe) erarbeiteten junge Engagierte ihre Vorstellungen zum Thema Jugend, Städtepartnerschaften und anderen Ideen für die Deutsch-Polnische Zukunft.

Schöne und interessante Gespräche entwickelten sich auch während des anschließenden gemeinsamen Abendessens im Radisson Blu Hotel Bremen.

Am folgenden Vormittag fanden dann die Jahresmitgliederversammlung der DPGBV e. V. und die Mitgliederversammlung des Landesverbandes der Polnisch-Deutschen Gesellschaften in der Bremer Handelskammer statt, über die die Bundesvorstände separat berichten.

Die Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bundesverband e. V. schließt ihren Bericht über den Kongress mit folgenden Worten:

„Bremen hat uns eindrucksvoll gezeigt, wie viel Kraft und Zukunft in diesem deutsch-polnischen Miteinander steckt. Die Mischung aus Jubiläum, Preisverleihung und inhaltlicher Debatte hat nicht nur die Vielfalt unserer Arbeit sichtbar gemacht, sondern auch Zuversicht vermittelt. Wir nehmen aus diesem Kongress Dankbarkeit mit – für die vielen Engagierten vor Ort und in ganz Deutschland – und die Gewissheit, dass unsere Arbeit wichtig bleibt: für Verständigung, für Demokratie, für Frieden in Europa. Der Bundeskongress war damit nicht nur ein Rückblick auf das, was erreicht wurde, sondern ein ermutigender Blick nach vorn.“